Wie fühlt man sich als Model vor meiner Kamera?

Wie fühlt sich ein Mensch wenn er sich vor meine Kamera stellt.

Mich hat das selbst interessiert, ich denke das das Gefühl des Moments für die Aufnahme essentiell ist. Also habe ich Julia gefragt ob sie ein paar Zeilen schreiben möchte. Hier ihre Geschichte oder ihr Eindruck…

Unser Shootingtag begann mit dem Besuch eines Cafes. Als nicht professionelles Model habe ich mich erst gefragt, warum sich Henning ein vorheriges Treffen wünscht. Das kannte ich bisher so nicht. Als wir uns noch vor dem Cafe auf der Straße begegneten, schien Henning etwas zurückhaltend und reserviert und ich machte mir Gedanken, wie der Tag wohl laufen wird. Dann im Cafe, wir hatten Platz genommen und man saß sich gegenüber, offenbarte er mir, dass er die ersten paar Minuten bei einem solchen Treffen schrecklich findet. Man weiß nicht, was man nun ansprechen soll, man kennt sein Gegenüber nicht und weiß nicht, wie die Person reagiert und einzuschätzen ist. Genau so ging es mir auch.
Von Zeit zu Zeit, wir sprachen über die unterschiedlichsten Dinge, waren die eben genannten Gefühle verflogen und ich hatte einen Eindruck von Hennings Persönlichkeit gewinnen können. Er ist ein herzensguter, liebenswerter Mensch und dazu ein guter Erzähler. Damit wurde mir auch klar, dass es durchaus sinnvoll ist, sich zu einem vorherigen Gespräch zu treffen, da der erste Eindruck doch sehr täuschen kann. Außerdem beeinflusst die Sympathie bzw. Antipathie erheblich die Stimmung während des Fotografierens. Deshalb ziehe ich es mittlerweile auch vor ein erstes Gespräch oder ähnliches zu führen.
Auch während des Fotografierens empfand ich Hennings ruhige gelassene und nicht hibbelige Art, die er ausstrahlte, als angenehm. Vor der Kamera fühlte ich mich bei Henning gut aufgehoben. Er gab mir Anregungen und Tipps, war verständnisvoll und ist auch auf mich eingegangen. Der Nachmittag verlief absolut stressfrei. Ich habe mich ernst genommen gefühlt und hatte den Eindruck, dass Henning nicht „einfach so“ knipst, sondern ihm natürlich auch etwas an den Fotos liegt, er ist mit dem Herz dabei und hat ein Auge für die richtige Stimmung, den echten Moment. Henning hat es geschafft, dass ich mich fallen lassen konnte und ich einfach ich selbst sein konnte. Das rechne ich ihm hoch an.

Julia

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